CDU-Fraktion lehnt das Bauvorhaben in Loope ab
Im Planungs- und Umweltausschuss vom 4. Februar 2026 stellte ein Investor seine Pläne zur sogenannten Nachverdichtung der Bebauung in der Straße „Im Auel“ im Ortsteil Loope vor. Eine bereits durch den Oberbergischen Kreis erteilte Baugenehmigung zu diesem Vorhaben soll nun abgeändert werden. Hintergrund hierfür ist, dass der Investor in großem Umfang öffentliche Mittel der sozialen Wohnbauförderung in Anspruch nehmen möchte, um damit 74 Sozialwohnungen zu errichten.
Durch die geplanten Änderungen würden zusätzlich zu den bestehenden Mehrfamilienhäusern drei weitere dazwischen bzw. daneben errichtet werden. Ergänzt durch einen Ausbau der bestehenden Gebäude würde sich die Zahl der Wohnungen in diesem Bereich dadurch verdoppeln. Die CDU-Fraktion hat sich bereits in der Sitzung sehr kritisch gezeigt und Fragen zur technischen Infrastruktur (z.B. Parken, Ver-/Entsorgung oder Rettungsdienste) sowie zu Kapazitäten in den Bildungseinrichtungen (Schule, KiTa, OGS-Betreuung) gestellt. Vor allem aber ist es fraglich, wie weit das Looper Viertel „Im Auel“ aufnahmefähig ist für die Bewohner aus 35 neuen Wohnungen.
Der Investor beantworte die Fragen nicht zufriedenstellend. Die Beispiele des Investors von gelungenen Nachverdichtungen, die er bereits umgesetzt hat, sind eher im städtischen Umfeld verortet. Die dörfliche Nachbarschaft ist aus Sicht der CDU-Fraktion aber anders strukturiert, sodass in erster Linie die Sorge bestehen bleibt, wie ein Zusammenleben auf engstem Raum gelingen kann.
Die CDU-Fraktion sieht ganz klar den Bedarf für bezahlbaren Wohnraum und insofern auch für soziale Wohnbauförderung. Wie bei jeder Entscheidung geht es aber um eine Abwägung, ob die Auswirkungen des Projekts in einem gesunden Verhältnis stehen – das ist hier nicht der Fall. In Engelskirchen gibt es gute Erfahrungen mit einer dezentralen Umsetzung. Die CDU-Fraktion spricht sich aus den genannten Gründen dagegen aus, die vorgestellten Pläne des Investors zu unterstützen.