Junge Union Sommerinterview

Am 13. September findet in Engelskirchen die Wahl zum Bürgermeister statt. Der CDU-Kandidat Marco Tessitori hat sich den Fragen der Jungen Union Engelskirchen gestellt.
Junge Union: Marco Tessitori, immer mehr junge Menschen und Familien zieht es zum Wohnen nach Köln. Wie möchtest Du dem entgegenwirken, sodass mehr junge Leute in unserer Gemeinde bleiben?
Marco Tessitori: Durch den großen Bevölkerungszuwachs, den große Städte wie Köln erleben, steigen die Mieten dort so hoch, dass sie für viele unerschwinglich sind. Das ist die Chance für uns, jungen Familien den Reiz und den besonderen Charme unserer Gemeinde zu zeigen. Auch sind wir eine sehr familienfreundliche Kommune, die über viele Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen verfügt. Ich setze mich dafür ein, dass dies auch so bleibt.
JU: Was ist denn Deiner Meinung nach der besondere Reiz an Engelskirchen?
MT: Unsere Gemeinde bietet jungen Menschen beispielsweise die besondere Möglichkeit, in der waldreichsten Gemeinde in NRW und dennoch besonders Verkehrsgünstig zu leben. Jeder, der nach Köln muss, kann die Stadt sehr schnell mit dem Auto oder der Bahn erreichen. Das macht uns zu einer der attraktivsten Gemeinden in der ganzen Region!
JU: Du sprichst gerade die Bahn an: Wenn man morgens mit der Bahn von Engelskirchen nach Köln fahren möchte, findet man nur schwer einen freien Parkplatz am Bahnhof. Wie kann dieses Problem gebannt werden
MT: Hier ist es sehr wichtig, dass zügig ein geeignetes Parkraumkonzept entwickelt wird. Um mehr Parkplätze am Bahnhof zu schaffen, könnte beispielsweise ein Parkhaus gebaut werden.
JU: Optisch lädt der Engelskirchener Bahnhof ja auch nicht besonders ein...
MT: Auch ich finde das Gelände am Bahnhof nicht sehr einladend, besonders wenn man bedenkt, wie zentral es liegt und wie viele Menschen sich wegen Bus und Bahn dort jeden Tag aufhalten. Diesen Schandfleck in unserem Ortskern möchte ich schnell beseitigen.
JU: Viele Menschen im Westen der Gemeinde fahren jeden Tag nach Overath, um den Zug nach Köln zu nehmen. Kann man deren Situation trotz des Scheiterns des Bahnhof-Projekts in Loope nicht auch verbessern?
MT: Ein Gutachten hat vor einiger Zeit ergeben, dass ein Bahnhof in Vilkerath sinnvoller wäre als in Loope. Ob dieser Bahnhof aber kommen wird, das steht noch in den Sternen. Bis es soweit ist, werde ich mich aber für einen besseren Austausch mit der Stadt Overath und den Verkehrsunternehmen einsetzen. Beispielsweise könnte geprüft werden, ob die derzeitige Einbahnstraße zum Parkplatzgelände in Overath nach einer Reaktivierung nur noch für Rechtsabbieger erlaubt werden könnte. Dann käme es nicht mehr zu den dortigen Verkehrsproblemen wegen wartender Linksabbieger. Auch die Abfahrtszeiten der Busse in Richtung Engelskirchen sollten in Overath so liegen, dass man nicht vom Zug aus rennen muss, um rechtzeitig am Bus zu sein.
JU: Wie bewertest Du die Situation Engelskirchens in Bezug auf die Internetversorgung?
MT: Egal ob in der Schule, im Studium oder im Beruf: Schnelles Internet ist gerade für junge Menschen besonders wichtig. Hier in der Gemeinde sind leider noch Lücken bei der schnellen Internetversorgung. Damit unsere Bewohner und auch unsere Unternehmen Zugang zu schnellem Internet haben, ist es von besonderer Bedeutung, den Ausbau bis zum letzten Haus in unserer Gemeinde voranzutreiben. Wann immer es Fördermöglichkeiten gibt, müssen diese Mittel genutzt werden. Zudem sollten beispielsweise ohnehin stattfindende Bauarbeiten genutzt werden, um Leerrohre für Glasfaserkabel zu verlegen.
JU: Unsere letzte Frage: Welche Bedeutung wird die junge Bevölkerung bei Dir einnehmen, wenn Du am 13.September neuer Bürgermeister bist?
MT: Dieselbe, wie bisher: Alles, was wir zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Engelskirchen unternehmen, wird keinen Erfolg haben, wenn unsere Gemeinde nicht attraktiv für junge Menschen bleibt. Bei jeder Entscheidung werde ich daher mindestens zweimal darüber nachdenken, welche Auswirkungen sie für junge Leute haben kann. Junge Menschen müssen eine schöne Gemeinde vorfinden, die ein vielfältiges Freizeitangebot bietet. Gleichzeitig muss ihnen hier aber auch eine Perspektive bezüglich Wohnen und Arbeiten geboten werden, damit sie gelassen auf ihre Zukunft blicken können.
JU: Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast!